Zwischen Tradition und Moderne

Vor mir sehe ich das Bild unserer Großmütter, die beisammen sitzen und gemeinsam handarbeiten. Im Herd knistert leise ein warmes Feuer, die Frauen sind vertieft in ihre Handarbeit und erzählen sich kleine Geheimnisse aus ihrem Alltag. In diesen Stunden glätten sich die Falten in ihren Gesichtern und weichen einem zufriedenen Lächeln.
Dieses Bild birgt ein großes Luxusgut in sich - Zeit. Die Zeit sich in Ruhe und Gemeinschaft zusammenzusetzen, der Arbeit etwas zu entfliehen und mit den eigenen Händen etwas zu gestalten.

Das Häkeln, Stricken, Klöppeln und Sticken gerät in Vergessenheit, da die Muster oft veraltet sind und diese Techniken in den Schulen nicht mehr gelehrt werden. Ich beschäftige mich mit diesen Fertigkeiten, suche nach ihrer Essenz, interpretiere sie neu mit zeitgenössischen Mustern, Form- und Farbsprachen und fertige daraus unikate Schmuckstücke. Es ist meine Art, die Tradition in einen neuen Kontext zu stellen und schwindendes Kulturgut zu erhalten und dieses weiterzugeben.

In den Umgarnten Steinen verschmilzt die Vergangenheit mit der Gegenwart.